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Monitoring der Serie M/

Einleitung

Durch gezieltes und regelmäßiges Monitoring überwachen Sie Ihre laufenden Systeme und gewährleisten
somit deren korrekte Funktionalität. Dabei sind das Protokollieren und die systemische Erfassung von
Prozessen und Vorgängen von entscheidender Bedeutung. Dadurch können Ergebnisse verglichen und
analysiert werden.

Integration der Serie M/

Die Produktgruppen der Serie M/ werden als Services im Sinne einer Serviceorientierten Architektur (SOA)
in die Unternehmensarchitektur eingebunden. Dieses Prinzip der Integration ist ein zentraler
Designaspekt und wird auch beim Thema Monitoring aufgegriffen.
Zur Überwachung und zum Monitoring von Produktionsprozessen und -jobs werden in der Regel
vorhandene Services und Strukturen Ihrer Unternehmensarchitektur verwendet. Die Produktgruppen
M/TEXT und M/OMS der Serie M/ bieten Schnittstellen und Mechanismen, die eine solche Integration
ermöglichen und unterstützen.

Oberfläche zur Betriebsstatusüberwachung

In der Produktgruppe M/OMS werden Operationen, sogenannte Stapel definiert und konfiguriert. Dokumente werden aufgrund von Selektions- und Sortierkriterien in logische Stapel zusammengefasst und weiterverarbeitet; bspw. wird ein Deckblatt erzeugt, werden Markierungen aufgebracht oder das
Dokument gedruckt.

Zur Betriebsstatusüberwachung dieser Operationen bietet M/OMS neben der Möglichkeit der Einbindung in eine bestehende Monitoring-Lösung zusätzlich eine eigenständige Oberfläche in Form der Webanwendung M/OMS Cockpit. In M/OMS Cockpit können u.a. die Zustände und Ergebnisse der
langlaufenden Operationen abgefragt und überwacht werden.

In der Produktgruppe M/TEXT werden die Produktionsprozesse und -jobs nicht innerhalb der Produktgruppe selbst definiert, sondern in der Fachanwendung, welche M/TEXT als Service verwendet. Die Integration in Ihre kundenspezifische Fachanwendung erfolgt zumeist über einen sogenannten OMAdapter. Dieser Adapter erstellt aus den von M/TEXT zur Verfügung gestellten Operationen einen Prozess bzw. Job zur Verarbeitung von Dokumenten.
M/TEXT erzeugt kurzlaufende Operationen, die nicht anhand einer eigenständigen Oberfläche überwacht werden. Stattdessen werden dem OM-Adapter über Schnittstellen die Informationen über die Operationen und deren Ergebnisse geliefert. Diese werden dann entweder vom OM-Adapter selbst in
einer Oberfläche dargestellt oder an eine Monitoring-Lösung weitergeleitet, die dann die Analyse und Darstellung übernimmt.


Die Produktgruppen der Serie M/ verwenden serverseitig einen Java EE Applikationsserver als Laufzeitumgebung. Hierbei verwenden sie Services (z.B. Pools), die von der Laufzeitumgebung zur Verfügung gestellt werden. Alle von der Serie M/ unterstützten Java EE Applikationsserver bieten
Möglichkeiten, den Zustand dieser Services (und somit den Zustand der Produktgruppen der Serie M/) zu überwachen.

Hierzu steht neben der Web-Oberfläche M/OMS Cockpit auch eine im Java Umfeld standardisierte und von den meisten Überwachungstools unterstütze Schnittstelle (Java Management Extentions kurz JMX) zur Verfügung. Über diese ist eine Integration in eine externe Monitoring-Lösung realisierbar.

Transaktionssicherheit

Die einzelnen Operationen in den Produktgruppen der Serie M/ sind atomar. Jedoch unterliegen Produktionsprozesse und-jobs, die aus diesen Operationen aufgebaut werden, keiner automatischen Transaktionskontrolle, was sich wie folgt begründet:

  • Die Definition der Produktionsprozesse und -jobs findet außerhalb der Produktgruppe statt. Das bedeutet, dass das Wissen über die genauen Grenzen der Transaktion nicht innerhalb der Produktgruppen der Serie M/ selbst liegt.
  • Einige Operationen sind nur schwer bzw. unmöglich umkehrbar. So lässt sich u.a. der Ausdruck eines Dokuments auf einem physischen Drucker oder das Versenden einer E-Mail ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zurücknehmen, was ein Rollback einer Transaktion unmöglich macht.
  • Sowohl die Operationen in M/TEXT als auch in M/OMS lassen sich an vielen Stellen durch kundenspezifische Erweiterungen in Form einer Java-Klasse bzw. eines JavaScripts ergänzen. M/TEXT und auch M/OMS haben aber keine Kenntnisse über die ausgeführten Operationen in
    diesen Erweiterungen, so dass auch hier ein Rollback durch die Produktgruppen der Serie M/ nicht durchführbar ist.

Anstelle einer automatischen Transaktionssteuerung bieten die Produktgruppen der Serie M/ die Option, Operationen im Rahmen der technischen Möglichkeiten zurückzunehmen. Somit können die Systeme, welche die Produktgruppen der Serie M/ als Services im Rahmen einer Serviceorientierten Architektur verwenden, selbst Transaktionsklammern definieren und umsetzen.

Diese Aufgabe kann bspw. von dem bereits erwähnten OM-Adapter übernommen werden. Der OMAdapter legt die Prozesse und Jobs fest, welche mit den Operationen der Produktgruppen der Serie M/ realisiert werden. Er sorgt also auch dafür, dass die Prozesse in der gewünschten Vollständigkeit durchgeführt und im Fehlerfall so zurückgesetzt werden, wie es im gegebenen technischen Rahmen möglich ist.

Eventgesteuerte Benachrichtigungen

Auch bei der eventgesteuerten Benachrichtigung übernimmt der OM-Adapter eine wichtige Rolle. Da in diesem Modul die Produktionsprozesse und -jobs definiert sind, können auch Benachrichtigungen beim Eintreten von Bedingungen bzw. beim Auftreten festgelegter Events generiert und verschickt werden.
Empfänger dieser Benachrichtigungen kann sowohl eine existierende Monitoring-Lösung als auch eine Lösung aus dem Open-Source-Bereich sein.
Open-Source-Lösungen sind im Java-Umfeld zunehmend etabliert. Um nur ein Beispiel zu nennen, realisiert das Elastic-Stack (früher ELK-Stack) eine umfangreiche Monitoring-Lösung aus den Open-SourceProdukten Logstash, Elasticsearch und Kibana.

Die Produktgruppen der Serie M/ verarbeiten intern auch Events und das Eintreten bestimmter Bedingungen bzw. Zustände. Diese Informationen werden über eine interne Schnittstelle an ein etabliertes Logging-System (Apache Log4j) aus dem Java-Umfeld übergeben. Dieses Logging-System bietet die Möglichkeit, die übergebenen Informationen auf unterschiedliche Arten zu verarbeiten. So können die Informationen in eine Datei geschrieben oder über andere Protokolle (z.B. SMTP) an unterschiedliche Empfänger weitergeleitet werden. Für die verwendete Logging-Komponente existiert auch eine direkte
Anbindung an Open-Source-Produkte wie das bereits erwähnte Logstash des Elastic-Stacks. Somit können die Informationen aus den Produktgruppen der Serie M/ an eine auf dem Elastic-Stack basierende Monitoring-Lösung abgegeben und in dieser verarbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die
Informationen an bestehende Monitoring-Systeme weiterzugeben. Hierfür kommt dann entweder eine spezielle Komponente für das Produkt Apache Log4j oder eine Standardkomponente des Monitoring Systems zum Verarbeiten von Log-Files zum Einsatz.

Fazit

Informationen über den Zustand und das Eintreten definierter Ereignisse in der Laufzeitumgebung können in der Web-Anwendung M/OMS Cockpit abgefragt und überwacht werden. Meldungen aus den Prozessen der Serie M/ werden in ein detailliertes Fehlerprotokoll geschrieben. Es können E-Mails
verschickt oder (Echtzeit-)Meldungen an ein Monitoring-System in Form einer JMX- bzw. JMS-Nachricht versendet werden. Über diesen Mechanismus ist es auch möglich, Fehler/Meldungen an das Betriebssystem oder an native Komponenten eines externen Monitoring-Systems zu übermitteln. Zudem
bieten viele Java EE Applikationsserver eine Anbindung an Monitoring-Systeme.

Der Vorteil der Verwendung einer internen Schnittstelle bei der Weitergabe der Informationen ist die Möglichkeit, gezielt auf geänderte Anforderungen in einer existierenden Unternehmensarchitektur reagieren zu können; wenn bspw. das dahinterliegende Monitoring-System ausgetauscht wird.